Was als gesund gilt, kann zu Mängeln führen

 

Vegane Lebensmittels boomen. Doch anders als viele glauben, ist eine vegane Ernährung nicht automatisch gesünder. Im Gegenteil: Wer einfach tierische durch pflanzliche Produkte ersetzt, riskiert Mangelerscheinungen. Wie es sich ohne tierische Produkte ausgewogen leben lässt, was Verbraucher von veganen Produkten erwarten und wie die Lebensmittelindustrie diesen Erwartungen gerecht werden will, war Thema beim 23. Ernährungsfachtag der Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V..

 

Die meisten Veganer  verzichten aus ethischen Gründen auf den Verzehr von tierischen Produkten, denn die rein pflanzliche Ernährung steht auch in dem Ruf, besonders gesund zu sein – ein gefährlicher Fehlschluss, wie Prof. Dr. Peter Grimm, Geschäftsführer der Sektion Deutsche  Gesellschaft für Ernährung weiß: „Die Annahme, bei veganer Ernährung automatisch gesund zu leben, ist falsch.“ Ein Grund: Durch die gestiegene Nachfrage hat sich der Markt für vegane Nahrungsmittel inzwischen dem normalen Markt angeglichen. Viele der angebotenen Lebensmittel seien hoch verarbeitete Fertigprodukte, die mit Zusätzen versehen sind und mit gesunder Ernährung nur noch wenig zu tun haben. Daher sollte auch bei einem veganen Lebensstil auf ausgewogene Ernährung geachtet werden. Der Ernährungswissenschaftler rät daher dazu, sich qualifiziert beraten zu lassen. Wer sich vegan ernähren möchte, muss sich intensiv damit beschäftigen. Ein gesundheitliches Risiko der veganen Ernährung sieht Grimm bei der Nährstoffzufuhr. Wer tierische Produkte einfach durch pflanzliche ersetze, riskiere seine Gesundheit. Der Mangel an Vitamin B12 könne allerdings durch Nahrungsergänzungsmittel, z. B. in Form von Vitamin Tabletten, ausgeglichen werden, so Prof. Grimm. Für einige Bevölkerungsgruppen sei aber auch das nicht ausreichend, für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche kann man eine vegane Ernährung nicht empfehlen, da diese Gruppen mehr Nährstoffe brauchen. Quelle: Universität Hohenheim

 

 

Der Kopf eines  erwachsenen Menschen wiegt zwischen 4 und 6 kg. Neigen Benutzer beim Blick auf das Handy/Display das Haupt nach vorne, wirken Kräfte auf die Halsmuskulatur, die umso stärker sind, je größer der Neigungswinkel ist.  Eine Neigung von 15° entspricht zusätzlichen 13 kg. Bei 45° (so krumm macht sich ein Handynutzer, der sich über sein Gerät beugt) lasten über 20 kg auf Hals und Rücken. Das entspricht dem Gewicht eines Kasten Wassers. Menschen, die Smartphones oder Tablets oft über längere Zeit nutzen, strapazieren somit Muskeln, Sehnen und Bandscheiben der HWS gleichermaßen. Dies führt zu Muskelverhärtungen konsekutiv zu einer Schonhaltung. Als Folge drohen Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich, Kopfschmerzen und Verschleißerscheinungen.Langzeitnutzer sollten somit regelmäßig Pausen einlegen und zwischendurch Lockerungsübungen machen. Zudem sollte der Nutzer darauf achten, das Gerät höher vor das Gesicht zu halten anstatt den Kopf zu senken. Generell ist es ratsam, die Rücken- und Nackenmuskulatur durch geeignete Übungen zu stärken. Die einfachste Übung lautet: Öfter mal das Handy abschalten.

 

 

Zur Sicherung der Diagnose einer Coxarthrose wird üblicherweise ein Röntgenbild angefertigt. 

Chan Kim und Kollegen von der Universität in Boston warnen jedoch davor, sich ausschließlich auf den radiologischen Befund zu verlassen. Die Ärzte habe die Kongruenz von Beschwerden und Bildgebung anhand von Daten aus zwei Studien untersucht (Kim C et al. Association of hip pain with radiographic evidence of hip osteoarthritis:diagnostic test study. BMJ 2015; 351: h5983;Doi: 10.1136/bmj.h5983).

In der Framingham Osteoarthritis Study mit 946 Teilnehmern (mittleres Alter 63 Jahre) verursachten 255 (von 1.850) Hüften (13 %)  häufig Schmerzen. Allerdings bestand nur bei 15,6 % dieser Hüften auch eine radiologische Evidenz für eine Arthrose. Umgekehrt waren von den Hüften, die laut Röntgenbefund eine Arthrose aufwiesen, nur 20,7 % oft schmerzhaft. Für den Leistenschmerz lagen Sensitivität und Spezifität des Röntgenbefundes bei 36,7 % und 90,5 %. Insgesamt betrug der positive Vorhersagewert lediglich 6 %. In der Osteoarthritis-Initiative mit 4.366 Teilnehmern (mittleres Alter 61 Jahre) und einer Hüftschmerzprävalenz von 16,4 % hatten sogar nur 9,1 % der symptomatischen Patienten einen entsprechenden Röntgenbefund. Von den gemäß Röntgenbild arthrotischen Hüften machten sich umgekehrt nur 23 % durch Schmerzen bemerkbar. Die meisten älteren Studienteilnehmer, deren Symptome dringend Coxarthrose verdächtig waren, hatten keine entsprechenden Röntgenbefunde, so die Autoren. Weil aber eine unbehandelte Arthrose negative Folgen hat – Schmerzen und Funktionseinschränkungen, erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen – empfehlen die Mediziner, „die Evaluation und Behandlung einer klinisch diagnostizierten Coxarthrose trotz negativer Röntgenbefunde fortzusetzen.“