Ob Patienten mit einer degenerativen Meniskusläsion operiert werden oder sich einer angeleiteten Übungstherapie unterziehen, spielt für die klinischen Ergebnisse nach 2 Jahren keine Rolle.

 

Es wurden 140 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 49,5 Jahren in einer Studie untersucht. Die Meniskusschäden waren per MRT bestätigt worden. Bei 96 % der Patienten fanden sich röntgenologisch keine Arthrosezeichen. Die Studienteilnehmer erhielten entweder eine 12-wöchige angeleitete Übungstherapie mit 2 bis 3 Trainingseinheiten pro Woche oder sie wurden operiert.

 

Anschließend Vergleich bezüglich Schmerzen, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität über 2 Jahre. Außerdem wurde die Belastbarkeit der Oberschenkelmuskulatur nach 3 Monaten bewertet. Nach                                            24 Monaten ergab sich für die Übungsgruppe eine durchschnittliche Verbesserung von 25,3 Punkten nach KOOS (Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score 0-100)  und für Patienten nach Meniskusoperation von 24,4 Punkten, damit kein signifikanter Unterschied. Auch nach 3 und 12 Monaten waren keine relevanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen erkennbar. Allerdings hatte sich nach 3 Monaten in der Übungsgruppe die Muskelkraft signifikant gegenüber der operierten Patientengruppe gebessert. 19 % der Übenden ließen sich innerhalb des zweijährigen Follow-ups operieren. Dies brachte ihnen allerdings keinen zusätzlichen Nutzen.

 

Ärzte sollten Patienten also dazu ermutigen, bei degenerativen Meniskusschäden ohne radiologische Hinweise auf eine Arthrose eine Übungstherapie als primäre Behandlungsoption zu wählen. Nach Kise NJ et al.

 

 

Eine Studie von deutschen Orthopäden und Unfallchirurgen zeigt, dass sich die Zahl der Trampolinunfälle bei Kindern in den letzten 15 Jahren verdreifacht hat.  Ein Viertel aller Trampolinunfälle ist schwer. Dazu zählen Brüche der Arme und Beine sowie der Wirbelsäule. Am häufigsten brechen sich Kinder dabei den Unterarm. Zu den leichten Verletzungen mit einem Anteil von etwa 70 % gehören vor allem Verstauchungen des Sprunggelenkes, Prellungen und Gehirnerschütterungen. Eine aktuelle Erhebung des Robert-Koch-Institutes zeigt,  dass Trampolinspringen bei den Ein- bis Sechsjährigen eine der häufigsten Unfallursachen bei Unfällen unter Beteiligung eines Sport- oder Freizeitgerätes ist.Am verletzungsgefährdetsten sind hierbei Kleinkinder. Dies liegt an den noch unzureichend ausgebildeten koordinativen und motorischen Fähigkeiten, zudem sind ihre Gelenke noch äußerst instabil. 

 

 

Die Standzeiten von Hüft- oder Kniegelenksendoprothesen liegen heute in einer Vielzahl der Fälle bei 20 Jahren und mehr. Dies teilte die  Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) mit. Der mit 55 % häufigste Grund für einen Prothesenwechsel sei die Lockerung des Implantates. Ein Implantatversagen liegt internationalen Registerdaten zufolge in weniger als 1 % der Fälle vor. Als wichtige Ursache der Prothesenlockerung werden ein altersbedingter Abbau der Knochensubstanz sowie der Abrieb zwischen den Gelenkpartnern genannt. Dank ständig verbesserten Materialien sinkt jedoch das Lockerungsrisiko.