Regelmäßige körperliche Aktivität von 30 Minuten pro Tag kann neben einer ausgewogenen Ernährung das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen, Diabetes Mellitus, Demenz und sogar Krebs um bis zu 30 % reduzieren. 

Alleine durch Sport kann jedoch eine schlechte Ernährung nicht ausgeglichen werden.

In den vergangenen Jahren hat die Adipositas dramatisch zugenommen, die durchschnittliche körperliche Aktivität hat sich aber weniger verändert. Daraus folgt, die verzehrten Kalorien machen das Gewicht. 40 % der Menschen mit normalem BMI (Body Mass Index) weisen Hypertonus, Dyslipidämie und Herz-/Kreislauferkrankungen auf. Manche Autoren führen diese Fehleinschätzung auch auf die Politik der Lebensmittelindustrie bzw. deren Marketing zurück.  Ungesunde zuckerhaltige Speisen und Getränke werden mit Sport assoziiert, um dem Verbraucher zu suggerieren: Solange du Sport machst, sind unsere Produkte für dich okay.

Die Statistik zeigt jedoch, ab 150 zusätzlichen Zuckerkalorien pro Tag steigt das Diabetesrisiko um das Elffache im Vergleich zu Kalorien aus Fett oder Proteinen.

Malhotra A, it is time to bust the myth. Br J Sports Med 2015

 

Dass Beschwerden bei sog. Tennisellenbogen langwierig sein können, ist allgemein bekannt. Auch die Therapie mit Cortison-Injektionen ist keine Garantie für den Erfolg, die Rückfallquote liegt bei etwa 75 %. Vergleicht man verschiedene Therapieoptionen, wie z. B. Injektionen mit der Physiotherapie ohne Cortison-Injektionen, so ist der Erfolg der Physiotherapie durchaus vielversprechend. Erst wenn durch diese Therapie keine signifikante Besserung erzielt werden kann, können Cortison-Spritzen erwogen werden. Auch die Therapie mit Stoßwellen (RSWT oder ESWT) stellt heute eine Alternative zur Cortison-Injektion dar.

Mit Nationalen Ernährungsmonitorings (NEMONIT) wird das Ernährungsverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung seit 2008 kontinuierlich beobachtet.

Für die meisten der untersuchten Lebensmittel ergaben sich dabei keine Veränderungen, so beim Verzehr von Fleisch und Wurstwaren, Gemüse, Backwaren und Getreideprodukten oder Milchprodukten. Aber Männer wie Frauen essen weniger Obst, rund 14 Prozent. Zudem trinken sie weniger Obstsaft und Nektar. Dafür hat das Wasser als Getränk bei beiden Geschlechtern weiter gewonnen, ebenso wie Tee und Kaffee. Frauen haben darüber hinaus etwas mehr Süßwaren verzehrt und auch mehr Fette und Öle zu sich genommen. Insgesamt hat sich der Lebensmittelverzehr der Teilnehmer im Hinblick auf die lebensmittelbasierten Empfehlungen der DGE nicht verbessert. Deutlich verändert hat sich im Vergleich der Nationalen Verzehrstudie II (2005 – 2007) die Zahl der Vegetarier. Ihr Anteil hat sich von damals rund einem Prozent auf fast 2 Prozent im Jahr 2012 erhöht. Zudem ist auch die Zahl der Menschen gestiegen, die zwar auf Fleisch und Wurstwaren verzichten, aber Fisch essen, von rund 0,7 % in der NVS II auf nun 1,5 Prozent.

Aktuell wurden nun die Daten von 1800 Personen aus dem NEMONIT-Befragungszeitraum von 2008 – 2012 zusammen mit den Daten der NVS II im Hinblick auf Veränderungen im Ernährungsverhalten ausgewertet. Der Lebensmittelverzehr wurde jeweils telefonisch mit sogenannten 24h-Recalls erfasst, in denen die Studienteilnehmer detailliert angaben, was sie in den letzten 24 Stunden gegessen und getrunken hatten.

Quelle: Max Rubner-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel