Jeder vierte Jugendliche hat chronische Schmerzen und eine psychische Störung hinter sich. Die psychischen Störungen gehen den Schmerzen dabei häufig voraus und treten überdurchschnittlich oft vor Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen auf.  Die chronischen Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Betroffenen und stellen eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem da. Von einer Forschergruppe wurden die Daten von 6483 Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren ausgewertet. Über ein Viertel der Jugendlichen hatte im Laufe ihres Lebens unter chronischen Schmerzen und mindestens einer psychischen Störung gelitten. So traten z.B. Depressionen zeitlich vor Kopfschmerzen auf, Angststörungen gingen oft Nacken- und Rückenschmerzen sowie Kopfschmerzen voran. Aber auch Verhaltensstörungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen seien ein Risikofaktor für Kopfschmerzen. Zukünftige Studien sollten vor allem die zugrundeliegenden biologischen und psychologischen Mechanismen identifizieren, um Präventions- und Behandlungsansätze zu entwickeln. Damit könnte man schon zu einem frühen Zeitpunkt ungünstige Langzeitfolgen von psychischen Störungen und daraus resultierende Schmerzchronifizierung vorbeugen.

 

 

Die Deutschen essen zu viel Zucker, Salz und Fette – die gesundheitlichen Folgen kosten den Staat allein im Gesundheitssystem jährlich mehr als 16,8 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Biotechnologieunternehmens BRAIN AG und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Forscher haben die repräsentativen Krankheitskosten und Verzehrdaten für Deutschland analysiert und errechnet, wie hoch die anteiligen Kosten eines unausgewogenen Verzehrs von Zucker, Salz und gesättigten Fetten sind. Auf Ebene der untersuchten  Erkrankungen wurden zwischen 22 verschiedenen Krankheitsbildern unterschieden, wobei die größten Kosten im Gesundheitssystem durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Karies, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Übergewicht sowie diverse Krebserkrankungen verursacht werden. Bei den Kosten in Höhe von 16,8 Milliarden Euro handelt es sich lediglich um direkte Behandlungskosten. Indirekte Kosten, bedingt durch Arbeitsausfall, Kurbehandlungen und Invalidität kommen noch hinzu. Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

 

Regelmäßige körperliche Aktivität von 30 Minuten pro Tag kann neben einer ausgewogenen Ernährung das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen, Diabetes Mellitus, Demenz und sogar Krebs um bis zu 30 % reduzieren. 

Alleine durch Sport kann jedoch eine schlechte Ernährung nicht ausgeglichen werden.

In den vergangenen Jahren hat die Adipositas dramatisch zugenommen, die durchschnittliche körperliche Aktivität hat sich aber weniger verändert. Daraus folgt, die verzehrten Kalorien machen das Gewicht. 40 % der Menschen mit normalem BMI (Body Mass Index) weisen Hypertonus, Dyslipidämie und Herz-/Kreislauferkrankungen auf. Manche Autoren führen diese Fehleinschätzung auch auf die Politik der Lebensmittelindustrie bzw. deren Marketing zurück.  Ungesunde zuckerhaltige Speisen und Getränke werden mit Sport assoziiert, um dem Verbraucher zu suggerieren: Solange du Sport machst, sind unsere Produkte für dich okay.

Die Statistik zeigt jedoch, ab 150 zusätzlichen Zuckerkalorien pro Tag steigt das Diabetesrisiko um das Elffache im Vergleich zu Kalorien aus Fett oder Proteinen.

Malhotra A, it is time to bust the myth. Br J Sports Med 2015