Mit Nationalen Ernährungsmonitorings (NEMONIT) wird das Ernährungsverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung seit 2008 kontinuierlich beobachtet.

Für die meisten der untersuchten Lebensmittel ergaben sich dabei keine Veränderungen, so beim Verzehr von Fleisch und Wurstwaren, Gemüse, Backwaren und Getreideprodukten oder Milchprodukten. Aber Männer wie Frauen essen weniger Obst, rund 14 Prozent. Zudem trinken sie weniger Obstsaft und Nektar. Dafür hat das Wasser als Getränk bei beiden Geschlechtern weiter gewonnen, ebenso wie Tee und Kaffee. Frauen haben darüber hinaus etwas mehr Süßwaren verzehrt und auch mehr Fette und Öle zu sich genommen. Insgesamt hat sich der Lebensmittelverzehr der Teilnehmer im Hinblick auf die lebensmittelbasierten Empfehlungen der DGE nicht verbessert. Deutlich verändert hat sich im Vergleich der Nationalen Verzehrstudie II (2005 – 2007) die Zahl der Vegetarier. Ihr Anteil hat sich von damals rund einem Prozent auf fast 2 Prozent im Jahr 2012 erhöht. Zudem ist auch die Zahl der Menschen gestiegen, die zwar auf Fleisch und Wurstwaren verzichten, aber Fisch essen, von rund 0,7 % in der NVS II auf nun 1,5 Prozent.

Aktuell wurden nun die Daten von 1800 Personen aus dem NEMONIT-Befragungszeitraum von 2008 – 2012 zusammen mit den Daten der NVS II im Hinblick auf Veränderungen im Ernährungsverhalten ausgewertet. Der Lebensmittelverzehr wurde jeweils telefonisch mit sogenannten 24h-Recalls erfasst, in denen die Studienteilnehmer detailliert angaben, was sie in den letzten 24 Stunden gegessen und getrunken hatten.

Quelle: Max Rubner-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

Der richtige Lebensstil von Kindesbeinen an war ein wichtiges Thema des diesjährigen unfallchirurgischen und orthopädischen Kongresses. Denn immer mehr zeichnet sich ab, dass die Übergewichtswelle bei Kindern und Jugendlichen den Orthopäden in Zukunft mehr Patienten bescheren wird. In den vergangenen 10 Jahren hat der Anteil der übergewichtigen Kinder um 60 % zugenommen. Der Körper wird zur Belastung für Knochen und Gelenke, wie Prof. Dr. Georg Matziolos von der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Waldkrankenhaus Eisenberg, betonte. Dies gelte umso mehr, als sich immer weniger Kinder regelmäßig bewegen.

Eine Stunde Bewegung pro Tag sollte in Kindergärten und Schulen Pflicht sein, forderten die Experten. Nur dann lasse sich den Folgen, beispielsweise in Form eines etwa dreifach erhöhten Arthroserisikos, aber auch von Unfällen in Folge der geringeren Beweglichkeit oder von Fehlbelastungen des Haltungs- und Bewegungsapparates, vorbeugen. Ein guter Trainingszustand mit koordinierten Bewegungen schont die Gelenke, insbesondere den Knorpel, so Matziolos.

Übergewicht stellt aber nicht nur eine biomechanische Herausforderung dar, sondern auch eine biochemische. Durch die Freisetzung von Zytokinen und Adiponektin, Leptin oder Resistin wird die Apoptose von Knorpelzellen angestoßen – ein weiterer Schritt in Richtung Arthrose.

Quellenangabe: Zeitschrift Orthopädie & Rheuma Dezember 2013

Patienten mit Gelenkersatz bei schweren Hüft- oder Kniegelenksarthrosen haben nicht nur bessere Chancen, wieder normal gehen zu können, auch das Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle verringert sich signifikant. Das haben kanadische Orthopäden in einer Studie festgestellt, in der sie die Auswirkungen von Hüft- bzw. Knie-TEP’s auf kardiovaskuläre Ereignisse positiv untersuchten.

Ausgewertet wurden Daten von 2.200 Arthrosepatienten über 50 Jahren mit TEP-Versorgung. Das Follow-up betrug 7 Jahre. Erfasst wurde die Zahl der Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzinsuffizienzen und Konorareingriffe von Patienten mit oder ohne TEP.

Kardiovaskuläre Ereignisse ereilten 36,3 % der Studienteilnehmer. Patienten mit TEP hatten während des Follow-up ein 44 % niedrigeres Risiko, wegen einer definierten Herzgefäßerkrankung behandelt zu müssen oder gar daran zu versterben.

Als mögliche Ursache des günstigen Effektes von Hüft- oder Knieendoprothesen auf Herz- und Gefäße nennen die Autoren u. a. die bessere postoperative Mobilität der Patienten und ein verminderter Verbrauch von entzündungshemmenden Medikamenten.