Podologie



Muskuläre Dysbalance:
Nur die Abstimmung aller für die jeweiligen Bewegungsabläufe erforderlichen Muskeln untereinander garantiert einen ökonomischen, reibungslosen und damit auch optisch ästhetischen Ablauf der Bewegung. Störungen, die auch nur einen Muskel, die dazugehörige Sehne oder einen Teil des Gelenkes betreffen, haben eine Störung der Muskelkette zur Folge.

Das Ergebnis ist eine Dysbalance im muskulären Gleichgewicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur das unmittelbar betroffene Gelenk, sondern auch entfernter liegender Gelenke, im Sinne einer Gliederkette gestört werden. Der enge funktionelle Zusammenhang zwischen Muskulatur und Gelenken hat zur Folge, dass Störungen eines Elementes eine Störung des Gesamtsystems mit sich bringen.

Patientenbefundung – auf das Gleichgewicht kommt es an!

Bei der Befunderhebung wird der Patient auf solche Ungleichgewichte getestet und der Muskelstatus ermittelt. Entsprechend der Befundung werden kleine Korkteile von 1-3 mm ergänzend auch im Rahmen einer 4D-Messung an spezifische, individuelle Stellen unter die Füße gelegt. Diese verändern die Spannung der unter den Füßen verlaufenden Muskulatur und damit - da diese Muskeln Endpunkte einer Muskelkette sind - die komplette Körperhaltung.

Die Therapiesohle – individuell und schmerzlindernd:
Diese individuell ermittelten Korkteile werden in eine Sohle eingearbeitet, die sehr flexibel ist und in fast jeden Schuh passt. Sie bewegt sich mit dem Fuß und beeinträchtigt die Fußbewegungen nicht. Die gezielte individuelle Plazierung der Korkteile aktiviert den Patienten und dieser kann mit minimaler Anspannung eine für ihn optimale Statik erhalten. Der Patient sollte die Sohle in jedem Schuh tragen. Die tägliche, optimale Tragezeit sollte anfänglich ca. 6 – 8 Stunden betragen und kann dann später verringert werden. Sie kann je nach Beschwerdeursache einige Monate bis zu maximal vier Jahren dauern. Nach ca. 4 –6 Wochen sollte eine Nachkontrolle erfolgen, da sich zu diesem Zeitpunkt bereits erste Veränderungen eingestellt haben. Jetzt kann es nötig sein, eine weitere Bearbeitung der Sohlen vorzunehmen, um den weiteren Therapieverlauf zu optimieren.

Indikationen:

  • Statisch bedingte Rückenschmerzen
  • Flachrücken
  • Hohlrundrücken
  • Rundrücken
  • Schmerzen zwischen den Schulterblättern
  • Skoliosen
  • Arthrotisch bedingte Knieschmerzen
  • Hüftbeschwerden
  • Beschwerden nach Bandscheibenvorfall
  • Spannungskopfschmerzen
  • Müdigkeit des Rückens und der Beine
  • Funktionelle Beinlängendifferenz.