In den EU-Ländern Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich kommt es jedes Jahr zu 2,7 Millionen Osteoporose-bedingten Knochenbrüchen. Die damit verbundenen Kosten betragen schätzungsweise 37,5 Milliarden Euro pro Jahr. Das geht aus einem Bericht der International Osteoporosis Foundation (IOF) hervor. Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung werde die Prävalenz chronischer Erkrankungen wie Osteoporose steigen. Die Stiftung geht davon aus, dass die Zahl der Osteoporose-bedingten Knochenbrüche bis 2030 um weitere 23 % und die damit verbundenen Kosten auf  47 Milliarden Euro steigen werden.

In Europa sind über 20 Millionen Menschen von Osteoporose betroffen. Weltweit erleidet jede dritte Frau oder jeder fünfte Mann ab 50 Jahre Osteoporose-bedingte Knochenbrüche, sagt Prof. John Kanis, Ehrenpräsident der IOF. Fragilitätsfrakturen können zur erheblichen Beeinträchtigung führen, die tägliche Aktivitäten wie Essen, Ankleiden, Waschen oder Einkaufen stark erschweren.  Nach einer Hüftfraktur werde man mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 % nicht mehr selbstständig laufen können. Aus der Zeitschrift Arzt und Wirtschaft 6-2018